Spokane & Nordosten


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Wie ein breites Band um ein perfekt eingepacktes Geschenk zieht sich die I‑90 von West nach Ost über den Staat Washington und jenseits der Grenze weiter bis nach Boston. Von Seattle schiebt sie sich durch den Gebirgszug der Kaskaden, über den mächtigen Columbia  River, vorbei an Schildern mit faszinierend-witzigen Namen wie Potholes („Schlaglöcher“) oder Ritzville, um schliesslich in nordöstlicher Richtung nach Spokane abzubiegen.

Das Land hier ist trocken und felsig, die Pflanzen und Felsgebilde werfen lange Schatten, doch rauschende Bäche und vereinzelte Seen beweisen mit ihrem funkelnden Blau, dass diese scheinbar öde Landschaft alles andere als unwirklich ist. Falken gleiten über den meist hellen und wolkenlosen Himmel. Und wenn Sie erst einmal Moses Lake passiert haben, dann kommen Sie nur noch selten an kleinen Städtchen vorbei. Der ungetrübte Himmel setzt sich aber dem Anschein nach ewig fort. Und in der Nähe von Spokane gleiten Sie allmählich und fast unbemerkt in die Ausläufer der Rocky Mountains, und Gelbkiefern beginnen den Highway zu säumen.

An der Grenze nach Idaho biegen Sie nach Norden ab, und die Flüsse werden plötzlich breiter, die Wälder dichter, und tausend Seen durchsetzen die Landschaft.